Spezialbeitrag vom 14.12.2010
Angesichts der Flut an teils widersprüchlichen Informationen ist
eine vernünftige Einschätzung der Lage oft nicht einfach. Ein großes
Problem sind dabei die einseitigen Kommentare der Anhänger bestimmter
Sektoren. Denn diese haben sehr gute Argumente parat, blenden aber wichtige
Fakten aus.
Ganz besonders gilt das auch für einige Silber-Fans. Aus diesem
Grund habe ich dazu einige Fakten zusammentragen. Dabei stehen die
grundsätzlichen Zusammenhänge und nicht die absolut exakten Zahlen
im Vordergrund. Denn diese variieren selbst unter den Silber-Experten teilweise erheblich.
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Das Silber-Angebot erhöht sich
Der Anteil der Minenproduktion liegt beim Silberangebot bei ungefähr 70 %.
Der Rest stammt aus Recycling, Altsilber und Staatsverkäufen, wobei letztere
derzeit keine Rolle spielen.
Die Minenproduktion steigt seit einigen Jahren permanent an. Besonders
in China ist die Produktion extrem stark gewachsen, von 5 Millionen Unzen in 1992
auf aktuell schon 90 Millionen Unzen pro Jahr.
Bei der Minenproduktion stammen übrigens nur 30 % aus reinen
Silberminen. 70 % sind lediglich ein "Abfallprodukt" bei der Förderung
von Gold oder anderen Metallen.
Insgesamt wird geschätzt, dass das Angebot sich pro Jahr um gut 20
Millionen Unzen erhöht.
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Die Silber-Nachfrage
Die Nachfrage stammt aus den Bereichen Schmuck/Tafelsilber, Industrie/Elektronik,
Fotografie und Geldanlage. Es gibt zwar innerhalb der Bereiche Industrie/Elektronik leichte
Verschiebungen. Insgesamt ist die Nachfrage jedoch relativ konstant.
Lediglich die Nachfrage aus dem Bereich Fotografie ist deutlich eingebrochen.
Allein in den vergangenen fünf Jahren hat sich die Nachfrage auf nur noch 100 Millionen
Unzen pro Jahr halbiert. Dafür ist die Nachfrage der Investoren auf ungefähr diesen
Wert angestiegen.
Nun soll die Nachfrage aus Sektoren wie der Solarbranche, dem Medizinbereich
oder der Wasseraufbereitung sich in den kommenden zehn Jahren vervielfachen und für
eine Silberpreisexplosion sorgen. Allerdings sollte man dabei berücksichtigen, dass
der Anteil dieser Sektoren derzeit bei gerade mal 6 % liegt und dass es innerhalb der
industriellen Anwendungen immer wieder zu Verschiebungen kommt.
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Es gibt keine Silberknappheit
Die Silber-Fans behaupten, dass der Silberpreis nur steigen kann. Läuft
die Wirtschaft gut, profitiert Silber von der steigenden Nachfrage der Industrie. Kriselt es,
profitiert Silber von der steigenden Nachfrage der Anleger als Alternative zum Gold.
Verstärkt wird dieses Argument mit der Behauptung, dass eine Silberknappheit
herrscht oder zumindest unmittelbar bevorsteht.
Zunächst einmal kann man die Sache auch anders sehen. Läuft
es in der Wirtschaft gut, fallen nämlich die Investoren weg und umgekehrt. Im
besten Fall würde man dann mit Silber nichts verlieren. Schauen wir uns aber
die konkreten Zahlen zu Angebot und Nachfrage an.

Im Chart sind das Angebot (dunkelgraue Balken) und die Nachfrage (hellgraue
Balken) der letzten sechs Jahre dargestellt. Gut zu erkennen ist, dass bereits das fünfte
Jahr in Folge die Nachfrage deutlich unter dem Angebot liegt.
Die orangefarbenen Balken zeigen den jährlichen "Silber-Überschuss"
an. Dieser Überschuss geht an die Investoren (Barren, ETFs, u. ä.) und in
den Lageraufbau. Da bislang nicht der gesamte Überschuss von den Investoren
aufgekauft wurde, hat sich der Lageraufbau in den vergangenen Jahren sogar stetig erhöht.
Aktuell soll die Rücklage bei ungefähr 800 Millionen Unzen liegen
(ca. 25.000 Tonnen), was der Nachfrage eines kompletten Jahres entspricht. Diese
Rücklage erhöht sich momentan um rund 100 Millionen Unzen pro Jahr.
Von einer Silberknappheit kann man also derzeit wirklich nicht sprechen.
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Silberpreis-Entwicklung und die Nachfrage nach Silber-ETFs
Immer wieder werden Meldungen veröffentlicht, nach denen die Silber-Nachfrage
der Anleger regelrecht explodiert und kaum noch befriedigt werden kann. Die Zahlen sprechen
jedoch eine ganz andere Sprache.

Im Chart ist das Silber-Volumen des weltgrößten Silber-ETFs in Tonnen
dargestellt. Das Volumen dieses ETFs steht für zwei Drittel aller weltweit vorhandenen
Silber-ETFs.
Wurden in 2008 noch 2.164 Tonnen Silber und in 2009 immerhin 2.700 Tonnen
gekauft, waren es bis zum 9. Dezember dieses Jahres gerade mal 1.448 Tonnen, also
ungefähr halb so viel wie im Vorjahr. Bei den anderen ETFs sieht es nicht anders aus.
In Wahrheit ist die Nachfrage der Anleger also deutlich zurück gegangen. Und
trotzdem ist der Silberpreis um fast 70 % gestiegen. Das deutet auf einen ziemlich hohen
spekulativen Anteil im Silber hin, der zumindest auf kurze und mittlere Sicht fundamental
nicht untermauert ist und nichts mit einer Silberknappheit zu tun hat.
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Die Schere zwischen Produktionskosten und Silberpreis öffnet sich
Die Produktionskosten liegen bei gut 5 Dollar pro Unze Silber. Bei einem Silberpreis
von aktuell 25 Dollar ist das für die Produzenten ein hervorragendes Geschäft.
Wenn der Preis nun aber weiter steigt, treffen zwei fundamentale Marktkräfte
aufeinander. Die Nachfrage in einigen Bereichen (Industrie, Schmuck) lässt aufgrund
des hohen Preises nach und das Angebot steigt, weil sich mehr Produktion (sowie das
Recycling und der Altsilberverkauf) zu den hohen Preisen richtig lohnt. Genau das aber
lässt die Preise normalerweise wieder fallen.
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Die Manipulation des Silberpreises
Ein ganz anderes Thema ist die Manipulation. Angeblich sollen die Edelmetallpreise
(besonders der Silberpreis) seit Jahren mit gewaltigen Short-Positionen künstlich
niedrig gehalten werden. Sobald diese spekulativen Positionen eingedeckt werden
müssen, würden die Kurse nach Ansicht der Silber-Fans regelrecht explodieren.
Der Silbermarkt ist in der Tat relativ klein und dadurch von größeren
Adressen tatsächlich leicht manipulierbar. Das haben die Gebrüder Hunt Ende
der 70er Jahre schon einmal gezeigt, als sie den Silberpreis durch Manipulationen bis auf
knapp 50 Dollar trieben.
Da es sich hierbei um einen extrem hochmanipulierten Preis handelt, ist es
übrigens auch unsinnig, dieses Allzeithoch als Maßstab für einen fairen
Silberpreis heranzuziehen.

Im Chart sehen Sie die Marktkapitalisierung des gesamten noch vorhandenen
Silbers im Vergleich zur Marktkapitalisierung aller Anleihen, aller Aktien sowie des
gesamten bisher geförderten Goldes.
Insgesamt wurden bislang rund 1,6 Millionen Tonnen Silber gefördert.
Davon sollen noch ungefähr 10 % verfügbar sein, also 160.000 Tonnen. Das
entspricht einem Gegenwert von gerade einmal 125 Milliarden Dollar.
Das Argument der Manipulation ist gar nicht so abwegig. So wurde erst
kürzlich in New York eine Sammelklage gegen HSBC und JP Morgan eingereicht
mit der Anschuldigung, dass diese beiden Banken den Silberpreis künstlich
drücken und dadurch enorme illegale Profite erzielen.
Sollte sich das Gerücht aber nicht bestätigen oder sollten sich
die Manipulanten bereits aus dem Sektor zurückziehen, würde die erhoffte
Preisexplosion ausbleiben.
Hinzu kommt, dass die Terminbörsen jederzeit die Regeln ändern
können, so dass eine physische Auslieferung unter Umständen nicht mehr
erforderlich wäre.
Insofern handelt es sich auch unter diesem Aspekt keinesfalls um ein todsicheres
lukratives Geschäft, sondern um eine ziemlich heiße Spekulation, die gut gehen
kann oder auch nicht. Darauf kann man eventuell ein bisschen Spielgeld setzen. Wer
größere Vermögensteile darauf setzt, sollte wissen, dass er das gleiche
Risiko eingeht wie seinerzeit am Neuen Markt.
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Gold-Silber-Verhältnis (Gold-Silber-Ratio)
Eine bevorstehende Preisexplosion des Silbers erklären die Silber-Anhänger
auch mit dem Gold-Silber-Verhältnis, welches aktuell bei 48,2 liegt (Goldpreis 1.385
Dollar geteilt durch Silberpreis 28,74 Dollar). Dieses Verhältnis soll bis auf 15 fallen.
Selbst bei einem stagnierenden Goldpreis hätte das eine Verdreifachung des Silberpreises
zur Folge (Goldpreis 1385 geteilt durch Silberpreis 92,33 ergäbe ein Verhältnis von 15).
Begründet wird das damit, dass das Gold-Silber-Verhältnis in den
vergangenen 200 Jahren immer wieder auf den Wert von 15 gefallen ist. Warum dieser
Vergleich hinkt, zeigt der folgende Chart.
Dargestellt wird das Gold-Silber-Verhältnis der letzten 200 Jahre, wobei
jeweils der mittlere Jahreswert gewählt wurde.

In den vergangenen 200 Jahren gab es drei völlig unterschiedliche Phasen.
- Von 1792 bis 1873 wurde der Silberpreis in einem Verhältnis von 1:15
(später 1:16) fest an den Goldpreis gekoppelt.
- Ab 1873 wurde diese Koppelung aufgehoben. Der Goldpreis wurde jedoch im
Rahmen des Goldstandards bis 1933 bei 20,67 Dollar und anschließend bis 1971
bei 35,00 Dollar festgelegt, während der Silberpreis im freien Handel ermittelt wurde.
- Erst seit 1973 wird auch der Goldpreis durch den freien Handel bestimmt.
Nachdem der Silberpreis frei war (2. Phase), stieg das Gold-Silber-Verhältnis
auf ungefähr 40. Aufgrund der verschiedenen Wirtschaftskrisen und Kriege kam es
beim Silberpreis zu heftigen Ausschlägen, die sich direkt im Gold-Silber-Verhältnis
widerspiegelten, da der Goldpreis ja festgelegt war und nicht mitschwanken konnte.
Nachdem auch der Goldpreis freigegeben wurde (3. Phase), gab das Gold-Silber-Verhältnis
zwar noch einmal auf 15 nach. Das lag aber ausschließlich daran, dass der Silberpreis
von den Gebrüdern Hunt extrem hinauf manipuliert wurde.
Als der Betrug aufflog, stieg das Gold-Silber-Verhältnis sofort wieder in den
Bereich von 40. Später hat es sich bei 60 bis 70 eingependelt.
Dieses Verhältnis ist absolut nachvollziehbar, denn es entspricht dem
Verhältnis der Produktionskosten. Während die Produktionskosten beim Silber
bei etwa 5 Dollar (in Einzelfällen auch 10 Dollar) pro Unze liegen, betragen diese beim
Gold ungefähr 600 Dollar (ebenfalls mit Abweichungen nach oben und unten).
Solange also nicht wirklich eine Silberknappheit bevorsteht und solange das
Verhältnis der Produktionskosten sich nicht drastisch verändert, gibt es
fundamental betrachtet keinen Grund für ein Gold-Silber-Verhältnis von 15.
Ganz abgesehen davon kam das Verhältnis von 15 auch in der
Vergangenheit nur aufgrund staatlicher Absprachen oder durch Manipulation zustande.
Natürlich kann niemand ausschließen, dass das Gold-Silber-Verhältnis
tatsächlich bis auf 15 fällt. Aber es ist auf gar keinen Fall die ausgemachte Sache,
als die viele Silber-Fans das verkaufen. Und der Verweis auf die Vergangenheit ist vorsichtig
formuliert "nur die halbe Wahrheit".
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Fazit
Da es seit mehreren Jahren Überschüsse bei der Silberproduktion
gibt (und keine Silberknappheit), können die enormen Steigerungen, die der
Silberpreis zuletzt erfahren hat, definitiv nicht der Nachfrage zugeordnet werden.
Einbrüche beim Silberpreis
Wie beim Ölpreis in 2008 steckt auch beim Silberpreis derzeit eine enorme
Menge an reiner Spekulation dahinter. In einer solchen Situation ist es unmöglich,
den Preis vernünftig einschätzen zu können. Springen genügend
Zocker auf den Zug auf, kann sich der Preis durchaus nochmals vervielfachen. Der Silberpreis
kann aber auch jederzeit in sich zusammenfallen.

Einen ersten Vorgeschmack davon gab es vor vier Wochen. Am 16.11. fiel der
Silberpreis noch bis auf 25 Dollar pro Unze. Das heißt, dass wir in nur sieben
Börsentagen zwei Einbrüche von jeweils zehn Prozent erleben konnten.
In den vergangenen Tagen sind die Kurse nach der Erholung erneut um zehn
Prozent eingebrochen.
Vielleicht handelt es sich um den Beginn einer größeren Korrektur,
vielleicht sind das aber auch nur die üblichen Korrekturen auf dem weiteren Weg
nach oben. "Absolute-Return-Anlegern" würde ich den Kauf von Silber
derzeit jedenfalls nicht empfehlen.
Die Silber-Anhänger verweisen gerne auf den steigenden Silberbedarf
für Zukunftstechnologien. Sie ignorieren jedoch, dass bei steigenden Preisen
immer nach preiswerten Alternativen gesucht wird. Das macht auch eine zukünftige
Silberknappheit eher unwahrscheinlich.
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Neues Hoch beim Silberpreis
Auffällig ist, dass der Silberpreis ungefähr alle zwei Jahre einen
neuen Höchstpreis erreicht hat und anschließend jedes Mal deutlicher
eingebrochen ist. Auffällig ist ebenfalls, dass man an diesen Hochs fast
bilderbuchmäßig eine Gerade anlegen kann.

Nach diesem Chart haben wir wieder ein neues Hoch beim Silberpreis erreicht,
dem eine ausgedehnte Korrektur folgen sollte. Das schließt natürlich nicht aus,
dass die Kurse trotzdem weiter explodieren können.
Da aber auch der fundamentale Hintergrund für weiter steigende Kurse fehlt,
würde ich gegen ein derart deutliches Warnsignal derzeit nicht wetten.
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Nachtrag: Unterschiedliche Chart-Ansichten beim Silberpreis
Bereits am 22. November veröffentlichte ich den oben gezeigten Chart zum
aktuellen Hoch beim Silberpreis.
Mittlerweile wurde diese Darstellung der Silberpreis-Entwicklung auch in anderen
Börsenbriefen und Kommentaren gezeigt und kommentiert. Interessant ist die Sicht
einiger Silber-Fans. Diese kritisieren nämlich die lineare Darstellung des Charts. Sie
verweisen darauf, dass üblicherweise die logarithmische Darstellung gewählt wird.

Tatsächlich hat der Silberpreis bei der logarithmischen Darstellung noch
reichlich Spielraum nach oben. Die Silber-Fans legen an den Hochpunkten Linien an und
"beweisen" so, dass der Silberpreis noch Spielraum bis etwa 60 Dollar,
mindestens aber bis fast 40 Dollar hat.
An diesem Beispiel lässt sich gut erklären, wie gefährlich es ist,
wenn man zu sehr auf eine Sache fixiert ist. Wie an fast allen von mir vorgestellten Charts zu
sehen ist, bevorzuge ich ebenfalls die logarithmische Darstellung.
In diesem Fall geht es aber gar nicht um die Methode der Darstellung, sondern
darum, eine erstaunlich gleichmäßige Auffälligkeit darzustellen. Aus dieser
Auffälligkeit kann ich natürlich nicht den weiteren Verlauf ableiten. Aber im
aufgezeigten allgemeinen Zusammenhang ist es ein starkes Warnsignal. Und als
Absolute-Return-Anleger gilt es, die Risiken so gering wie möglich zu halten.
Zunächst einmal kann der Silberpreis ebenso auf 100 Dollar steigen wie
auf 10 Dollar fallen. Daran ändern auch ein paar Linien in einem Chart nichts, denn
Linien halten und werden gebrochen. Mit Charts kann auch niemand die Zukunft vorhersagen.
Charts sind lediglich eine Hilfe, um gewisse Zusammenhänge zu erkennen.
Im Gegensatz zu der linearen Darstellung erkenne in der logarithmischen Version
keinen eindeutigen Trend. Ich erkenne lediglich, dass der Aufwärtstrend sich immer
mehr abflacht. Auch das ist ein Warnzeichen.
Aber schauen wir uns noch eine andere logarithmische Darstellung an. Im
folgenden Chart sehen Sie die Entwicklung des Silberpreises seit Beginn der Rallye.

Ein ganz einfacher Trendkanal zeigt, dass der Preis gerade an der oberen
Begrenzung angestoßen ist. Auch das spricht in der Charttechnik eher für
eine Korrektur oder eine längere Seitwärtsbewegung als für weiter
explodierende Silberpreise.
Natürlich kann der Preis nun trotzdem senkrecht in die Höhe
schießen. Das kann und will ich nicht ausschließen. Letztlich geht es
ausschließlich um ein gutes Chance/Risiko-Verhältnis. Und beim Silber
sehe ich momentan erheblich mehr Risiken als Chancen.
An der Börse geht es auch nicht darum, recht zu behalten, sondern
Geld zu verdienen. Und das gefährlichste ist, wenn man sich Dinge schön
redet oder Linien hinbiegt, damit sie ins eigene Konzept passen, statt die Warnsignale
zu beachten.
Wer in den vergangenen zehn Jahren auf das Silber gesetzt hat, konnte bislang
einen Gewinn von gut 300 % erzielen. Das ist ohne Frage ein ausgezeichnetes
Geschäft gewesen, zumal die Masse der Anleger noch immer auf Verlusten sitzt.
Allerdings war das mit einem Lateinamerika-Fonds ebenso möglich.
Ein Indonesien-Fonds hat sogar rund 550 % eingebracht. Und wer flexibel und
neutral vorgegangen ist, konnte sein Geld auch verzehnfachen. Es "muss"
also nicht unbedingt Silber (oder Gold) sein.
Bitte kaufen Sie keine Wertpapiere ohne fachliche Beratung!
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