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Die Absolute-Return-Strategie für das Musterdepot II
Die Absolute-Return-Strategie für das Musterdepot II entspricht im
Grundsatz der Absolute-Return-Strategie für das Musterdepot I. Die Punkte, in denen
sich die Strategie II von der Strategie I unterscheidet,
sind (wie hier) farbig hinterlegt.
Was bedeutet "Absolute Return"
Details zur Absolute-Return-Strategie II
Die Wertentwicklung im Vergleich
Die richtige Auswahl - ein Baustein von Absolute-Return
Absolute Return und Währungsabsicherung
Absolute Return und Stop-Loss
Absolute Return und Shorts
Absolute Return und Hebel-ETFs
Was bedeutet "Absolute Return"
Laut Definition verfolgt eine "Absolute Return Strategie" das Ziel,
in einem bestimmten Zeitraum eine positive Rendite zu erreichen. Maßstab ist
folglich kein Aktienindex, sondern diese positive Zielrendite.
Die "Absolute Return Strategie" dieses Börsenbriefes verfolgt
das Ziel, jedes Kalenderjahr mit einem Gewinn abzuschließen. Kurzfristig kann das
Musterdepot aufgrund der Risikovermeidung deutlich schlechter als viele Aktienindizes
abschneiden. Mittel- und langfristig soll
mit Hilfe der Absolute-Return-Strategie im "Musterdepot II" eine
jährliche Durchschnittsrendite von mehr als zehn Prozent erzielt werden.
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Details zur Absolute-Return-Strategie II
Die im Musterdepot umgesetzte Absolute-Return-Strategie hat sich seit vielen
Jahren als optimaler Mix aus hohem Ertrag und geringen Verlusten erwiesen.
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Jedes Jahr soll mit einem Gewinn abgeschlossen werden. |
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Der MSCI-Welt-Index, der
MSCI-Emerging-Markets-Index sowie der "Top-3-Mix" sollen mittel- und
langfristig geschlagen werden. Die mittel- und langfristige Zielrendite soll über
zehn Prozent liegen. |
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An erster Stelle steht ein gutes Chance/Risiko-Verhältnis. |
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Die
Schwankungsbreite soll möglichst gering ausfallen. |
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Der Anlagebetrag wird
immer in fünf gleiche Teile gesplittet. Gekauft werden folglich maximal fünf Fonds mit gleicher Gewichtung. |
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In brenzligen Situationen werden die Gelder komplett geparkt. |
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Investiert wird in Trends und Erholungsphasen. |
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Eine starre Risikoklassifizierung gibt es nicht. |
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Gewählt werden vorwiegend aktiv gemanagte Spitzen-Fonds. |
Absolute-Return-Grundsatz Nr. 1: Verluste vermeiden
Bei einem Absolute-Return-Ansatz soll jedes Jahr mit einem Gewinn
abgeschlossen werden. Deshalb steht an allererster Stelle das Ziel, größere
Verluste im Musterdepot zu vermeiden.
Die Strategie des Absolute-Return-Börsenbriefes basiert auf den
übergeordneten Zyklen. Weiter werden die fundamentalen Daten, die Charts,
die Sentiment-Indikatoren, politische Besonderheiten sowie die Richtung der
Geldflüsse mit einer variablen Gewichtung berücksichtigt. Hinzu kommen
der gesunde Menschenverstand und 28 Jahre praktische Erfahrung.
Das Gesamtbild zeigt schließlich, ob es sich lohnt, in einen Markt zu
investieren oder ob es ratsam ist, abzuwarten.
Da auch ich kein Hellseher bin, verhindert auch dieser Absolute-Return-Ansatz
keine Fehlentscheidungen. Unterm Strich sorgt er aber längerfristig für
recht ordentliche und konstante Ergebnisse.
Zielrendite statt Vergleichsindex
Da bei einer Absolute-Return-Strategie jedes Jahr mit einem Gewinn
abgeschlossen werden soll, existiert kein direkter Vergleichsindex für das
Musterdepot. Trotzdem soll jedoch mittel- und langfristig eine höhere Rendite
als der MSCI-Welt-Index, der MSCI-Emerging-Markets-Index sowie der "Top-3-Mix"
erwirtschaftet werden. Der Top-3-Mix besteht zu gleichen Teilen aus den drei
Spitzen-Fonds "Carmignac Investissement", "Carmignac
Emergents" und "Black Rock World Gold".
Es geht jedoch definitiv nicht darum, die maximal mögliche Rendite zu
erzielen. Im Vordergrund steht bei einem Absolute-Return-Ansatz eine möglichst
hohe Konstanz, um langfristig alle Bereiche zu schlagen. Die
angestrebte durchschnittliche Jahresrendite soll mittelfristig über zehn Prozent liegen.
Allerdings weise ich ausdrücklich darauf hin, dass ich keine Ergebnisse
garantieren kann. Speziell im kurzfristigen Bereich wird es strategiebedingt fast immer
Indizes geben, die sich deutlich besser entwickeln.
Gutes Chance/Risiko-Verhältnis
Im Vordergrund steht bei jeder Kaufempfehlung ein gutes Chance/Risiko-Verhältnis.
Ist das nirgends gegeben, werden die Gelder komplett in Geldmarktfonds geparkt. Das
ist die konsequente Umsetzung von "Absolute Return".
Wie die vergangenen elf Jahre gezeigt haben, werden durch dieses konsequente
Vorgehen die Risiken gesenkt und die Rendite gleichzeitig deutlich erhöht.
Einen ganz entscheidenden Anteil am Ergebnis des Musterdepots hat die
Empfehlung, NICHT zu investieren und abzuwarten.
Das fällt vielen Anlegern schwer, besonders bei einem Börsenbrief,
von dem sie ja ständig gute Tipps erwarten, weil sie Geld dafür bezahlen.
Aber genau dieses Abwarten und das Vermeiden von größeren Verlusten bringt
oft die größten Gewinne. Denn wer einen Verlust von 50% erleidet, muss
anschließend einen Gewinn von 100% erzielen, um nur wieder auf "Null"
zu kommen.
Nach mittlerweile mehr als elf Jahren konnten mit diesem Absolute-Return-Ansatz
im Musterdepot I sämtliche Märkte geschlagen werden.
Trends und Erholungsphasen
Mit Hilfe der genannten Punkte werden bei relativ geringen Risiken
überdurchschnittlich hohe Erträge erzielt. Aber noch ein weiterer Punkt
sorgt dafür, dass die Risiken überschaubar bleiben.
Das Ziel besteht bei diesem Absolute-Return-Ansatz nämlich nicht
darin, einen langen und starken Trend zu finden. Investiert wird vielmehr nur phasenweise
in bereits laufende Trends und Erholungsphasen.
Es ist nämlich wesentlich schwieriger, jedes Jahr die Anlage zu finden,
die 15% Gewinn einbringt, als über ein Jahr verteilt fünf Mal in irgendeinem
Sektor 3% mitzunehmen.
Dabei spielt es keine Rolle, wenn ein verkaufter Markt sich anschließend
verdoppelt. Das gehört bei einer Absolute-Return-Strategie aufgrund der Risikovermeidung
dazu und wird immer wieder passieren. Beim Absolute-Return-Ansatz steht schließlich
ein positives Ergebnis im Vordergrund, und das jedes Jahr.
Warum fünf
Fonds mit gleicher Gewichtung?
Eine alte Börsenregel besagt, dass Geldanlagen gestreut werden
sollten, um die Risiken zu reduzieren. Je breiter jedoch gestreut wird, desto niedriger
fällt die Rendite aus. Ab einem gewissen Punkt machen die Streuung und der
damit verbundene Aufwand ohnehin keinen Sinn mehr, weil jeder halbwegs gute
Mischfonds besser abschneidet. Abgesehen davon besteht ein Fonds bereits aus
vielen Aktien, so dass eine gewisse Streuung sowieso schon vorhanden ist.
Außerdem haben die vergangenen zehn Jahre deutlich gezeigt, dass
weder die nobelpreis-gekrönte Portfoliotheorie nach Markowitz noch ausgeklügelte
Computerprogramme oder komplexe Korelationsmodelle Verluste verhindern konnten,
obwohl gerade hier oft mit "Absolute-Return" geworben wurde. Entscheidend
sind folglich zwei andere Faktoren. Und die sind absolut unkompliziert:
- Beim Kauf muss ein ausgezeichnetes Chance-/Risikoverhältnis vorliegen.
- In brenzligen Situationen muss konsequent verkauft werden. Denn nur so
werden Verluste wirklich verhindert.
Diese beiden Punkte sind ein ganz wesentlicher Bestandteil meiner
Absolute-Return-Strategie und maßgeblich für den Erfolg des Musterdepots
verantwortlich.
Wenn es nämlich deutlich nach unten geht, fällt praktisch ALLES.
Wenn aber sowieso alles fällt, macht zu viel Streuung wenig Sinn. Schließlich
erfüllt sie in schlechten Zeiten nicht ihren Zweck und in guten Zeiten kostet sie
zuviel Rendite.
In der Praxis werden zudem
die diversen Anlageklassen verschieden hoch gewichtet. Damit wird jedoch das Risiko
erhöht (!). Denn wer eine Klasse höher gewichtet, erwartet davon einen
höheren Ertrag oder ein geringeres Risiko. Wer das aber schon vorher weiß,
braucht nicht zu streuen.
Wer es nicht weiß, sollte die Streuung zu gleichen Teilen vornehmen.
Denn nur dann profitiert er ohne erhöhtes Risiko von kleineren Märkten, die
sich besser entwickeln und wird nicht ausgebremst von zu stark gewichteten Verlierern.
Ein gutes Beispiel dafür
ist die folgende Tabelle mit 33 Länder- und Branchen-Indizes. Wenn Sie alle Indizes
gleich gewichten, erzielen Sie die in der letzten Zeile angegebenen Gewinne und Verluste.
Kumuliert ergibt sich nach den vergangenen schwierigen elf Jahren immerhin ein
Gesamtgewinn von +75,3% (die Ergebnisse des Musterdepots I wurden nur zum
Vergleich eingefügt und nicht berücksichtigt).

Dieses Ergebnis haben die
meisten global investierenden Fonds nicht erreicht. Ein Großteil weist stattdessen
sogar Verluste aus. Das gilt auch für den großen Aktienindex MSCI-Welt, der
über den genannten Zeitraum einen Verlust von -35,3% (!) ausweist, weil die
kapitalstarken (vermeintlich sicheren) Länder extrem hoch gewichtet werden.
Selbst der MSCI-Emerging-Markets hat trotz vieler boomender Länder aus
dem gleichen Grund "nur" einen Gewinn von +45,6% erzielt.
Es existieren unzählige
hochkomplexe mathematische Modelle, um die Rendite von Fonds oder Depots zu
optimieren. Dabei schlägt auch hier wieder eine ganz einfache Methode die meisten
dieser Modelle.
Natürlich müssen die Fonds trotzdem sehr sorgfältig ausgesucht.
werden. Die gewählten Fonds sollen sich zudem entweder besser als der Gesamtmarkt
entwickeln oder weniger rückschlagsgefährdet sein. Optimal wäre natürlich
beides.Aber auch das ist keine Garantie gegen Verluste. Die gehören auch bei der besten
Absolute-Return-Strategie immer wieder dazu, weil sich Dinge verändern und niemand
in die Zukunft schauen kann.
Risiko-Bewertung bei Absolute Return
Die Risiken bei der Auswahl der Börsenbrief-Empfehlungen werden
nicht anhand starrer Zahlen oder offizieller Einstufungen beurteilt, zumal das sehr
irreführend sein kann. Wie die vergangenen Jahre mehr als deutlich gezeigt
haben, kann es weitaus riskanter sein, in den DAX zu investieren als in russische
Aktien oder Goldminen. Die Risiken hängen vorrangig ab von den politischen
und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den weiteren Perspektiven. Das haben
die vergangenen elf Jahre mehr als eindrucksvoll bewiesen.
Top-Fonds statt ETFs
Im Absolute-Return-Musterdepot wird vorwiegend in aktiv gemanagte Top-Fonds
investiert. Dadurch addiert sich zum erwarteten Indexgewinn immer wieder ein kleiner
Zusatzgewinn. Das wäre bei den indexorientierten ETFs in der Regel nicht der Fall.
Sofern nicht in Aktienfonds investiert wird, werden die Gelder bis zum nächsten
Kauf in sicheren Geldmarktfonds geparkt.
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Die Wertentwicklung im Vergleich
In der nachfolgenden Tabelle finden Sie mehr als sechzig verschiedene
Aktienindizes. Dargestellt wird die Performance der Jahre 2000 bis 2011. Eingefügt
wurde das jeweilige Ergebnis des "Musterdepots I". (Anklicken öffnet
die Original-Tabelle im neuen Fenster)

Von der Rendite her betrachtet liegt das Musterdepot jedes Jahr "nur"
im mittleren Bereich. Es gab fast immer Märkte, in denen weitaus mehr zu holen war.
Das ist bedingt durch den Absolute-Return-Ansatz. Denn bei diesen Märkten standen
den Chancen zu hohe Risiken gegenüber.
Aber - und das ist der entscheidende Punkt: Langfristig hat das Depot ALLE
Jahressieger geschlagen, und das mit großem Abstand.
Entscheidend ist also nicht, immer in der Spitzengruppe liegen zu müssen.
Entscheidend ist vielmehr, einfach konstant ordentliche Ergebnisse zu erwirtschaften.
Für das
"Musterdepot II" existiert leider noch keine ausreichende Historie. Der
obige Vergleich soll lediglich den Erfolg der umgesetzten "Absolute-Return-Strategie"
zeigen.Aber selbst wenn das "Musterdepot II" nur die halbe Rendite erzielt,
würde es langfristig trotz der geringen Schwankungen ebenfalls alle Indizes schlagen.
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Die richtige Auswahl - ein Baustein von Absolute-Return
Vor jedem Kauf wird die Entwicklung aller in Frage kommenden Fonds mit
dem entsprechenden Index verglichen. Wichtig ist natürlich, auf die gleiche
Währung zu achten. Dies ist bei manchen veröffentlichten Performancetabellen
nämlich leider nicht der Fall.
Die Auswahl hängt dann davon ab, ob eine Outperformance im Vordergrund
steht oder ein besseres Abschneiden bei Rückschlägen. Auch das ist ein
wichtiger Baustein der Absolute-Return-Strategie, der über die Jahre viel Rendite
eingebracht hat.
Irgendwelche Fondsbewertungen oder Auszeichnungen spielen gar keine Rolle.
Erstens sind die Bewertungskriterien teilweise recht unterschiedlich und zweitens
können die Fonds aus vielerlei Gründen jederzeit herunter gestuft werden.
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Absolute Return und Währungsabsicherung
Zunächst einmal spielt es keine Rolle, in welcher Währung ein
Fonds notiert. Ob der Kurs eines Thailand-Fonds also in Euro, in Dollar oder in
norwegischen Kronen angegeben wird, ist völlig egal, da die Kurse intern immer
korrekt umgerechnet werden. Einen Einfluss auf die Wertentwicklung eines Thailand-Fonds
hat ausschließlich das Wechselkursverhältnis von Euro zu thailändischem
Baht. Auch wenn der Fonds bspw. in Dollar notiert, müsste in diesem Fall trotzdem
das Verhältnis Euro zu Baht abgesichert werden. Und solche Absicherungen sind
teilweise nur schwierig umsetzbar.
Aber auch wenn eine Währungsabsicherung bei einem Absolute-Return-Ansatz
nahe liegt, existieren weitere Gründe, die dagegen sprechen:
- Währungen sind noch schwerer einzuschätzen als Aktien, da
sie sehr vielfältigen Einflüssen unterliegen (Zocker, Carry-Trades, Repatriierung
von Geldern, Wirtschaftsdaten, Geldpolitik) und teilweise gezielt manipuliert werden
(Eingriffe der Notenbanken).
- Jede Absicherung kostet Geld, frisst also sowieso schon einen Teil des
Gewinns wieder auf.
- Bei einer Absicherung wird doppelt spekuliert, nämlich auf die
gewählte Region oder Branche und parallel dazu auf die Währung.
- Oft wird ein Währungsverlust durch stärkere Aktienkursgewinne
ausgeglichen, da die Aktien dann für ausländische Investoren günstiger
sind (vorausgesetzt, die Aktien sind grundsätzlich attraktiv).
- Die Währung kann aber auch steigen, während die Aktienkurse
stagnieren, so dass die Währung für den Gewinn sorgt.
- Mittelfristig gleichen sich Währungsgewinne und -verluste tendenziell aus.
Aus den genannten Gründen verzichte ich innerhalb dieser
Absolute-Return-Strategie in der Regel auf eine Währungsabsicherung. Abgesehen
davon wird auch die Währungssituation bei jeder Marktanalyse berücksichtigt.
Entweder sind dann bei einer Kaufempfehlung die Gewinnchancen der Aktien deutlich
größer als mögliche Währungsverluste oder die Währung
wird als stabil eingeschätzt oder ein möglicher Währungsgewinn wird
sogar als Bonus "eingeplant".
In der Praxis wurde sogar mehrfach der Gewinn über die Währung
erzielt, während die Aktien stagnierten. Eine Absicherung hätte in diesen
Fällen zu einem Verlust geführt.
Übrigens: Auch die angebotenen inflationsgeschützten Wertpapiere
schützen nur begrenzt vor der Geldentwertung. Denn abgesichert wird nur die offizielle
staatliche Inflationsrate. Und die liegt teilweise deutlich unter der realen Quote.
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Absolute Return und Stop-Loss
Grundsätzlich halte ich es für sinnvoll, Verluste auf maximal zehn
Prozent zu begrenzen. Bei einem kleineren Wert wird man in den volatileren Märkten
zu oft ausgestoppt. Und wenn der Wert zu groß ist, wird es zu schwierig, den Verlust
wieder auszugleichen.
Für das "Musterdepot II" gilt das jedoch trotz des
Absolute-Return-Ansatzes nicht generell. Hier könnte es in Ausnahmefällen
sinnvoll sein, einen Verlust auszusitzen, auch wenn dieser deutlich über die zehn
Prozent hinausgeht. Aus diesem Grund gibt es beim Kauf keine feste Vorgabe dazu.
Stattdessen kommentiere ich in den wöchentlichen Berichten oder in
ergänzenden Zwischenberichten jeweils kurz die offenen Positionen. Sollte ich
den Verlust einer Position aussitzen oder eine Verlustbegrenzung durchführen
wollen, weise ich ausdrücklich darauf hin.
Da im Musterdepot II
keine Position mehr als ein Fünftel des Depotvermögens ausmacht,
würde selbst ein Verlust von 20% das gesamte Depot nur um 4% nach unten
drücken.
Die sehr sorgfältige Auswahl aufgrund des Absolute-Return-Anspruchs
sowie das flexible Vorgehen beim Verkauf haben dazu geführt, dass selbst im
offensiver geführten "Musterdepot I" bislang keine Position
mit einem Verlust von mehr als 5,5% verkauft wurde. Von den gesamten 56 Positionen
konnten immerhin 49 Positionen mit einem Gewinn verkauft werden. (Stand: Januar 2012)
Letztlich muss aber jeder Anleger für sich selbst entscheiden, wo seine
persönliche Schmerzgrenze liegt und ab wann er die Bremse zieht.
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Absolute Return und Shorts
Mit Short-Positionen können Sie auch von fallenden Kursen profitieren.
Grundsätzlich gilt an der Börse jedoch folgendes:
- Unterbewertungen werden in der Regel über steigende Kurse abgebaut.
- Überbewertungen werden zwar in der Regel über fallende
Kurse abgebaut, müssen sie aber nicht. Eine lange Seitwärtsbewegung
hat nämlich den gleichen Effekt. Und genau da liegt das Problem bei den Shorts.
Es ist schon schwer genug, VORHER zu erkennen, ob die Kurse eher steigen
werden oder nicht. Wenn die Kurse aber wahrscheinlich nicht steigen werden, ist es
doppelt schwer zu wissen, ob sie sich nur seitwärts bewegen oder tatsächlich
fallen. Und wenn sie nicht fallen, können Shorts ziemlich teuer werden. Deshalb
betrachte ich Shorts nicht als Baustein einer Absolute-Return-Strategie, sondern eher
als zusätzliches Risiko.
Aus diesem Grund habe ich bisher niemals empfohlen, auf fallende Kurse
zu setzen. Und aus diesem Grund werde ich das auch zukünftig nur in
Ausnahmefällen tun.
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Absolute Return und Hebel-ETFs
Über ETFs können auch Fonds mit einem Hebel auf den Index
gekauft werden. Hebel-ETFs haben jedoch einen Nachteil, der teuer werden kann.
Wenn ein Index bspw. von 100 auf 80
Punkte fällt (also um 20%), dann würde ein ETF mit einem Hebel von 2
um 40% fallen, also von 100 Punkten auf 60 Punkte. Wenn der Index
anschließend um 25% steigt, dann hätte er die 100 Punkte wieder erreicht.
Der Hebel-ETF würde in diesem Fall um 50% steigen, also von 60 auf 90 Punkte.
Ein Verlust von 10% wäre die Folge, obwohl der Index nichts verloren hat. |
Aus diesem Grund habe ich innerhalb eines Absolute-Return-Ansatzes bisher
keine Hebel-ETFs empfohlen und werde das auch zukünftig nur in
Ausnahmefällen tun.
Ergänzende Informationen finden Sie
unter >>Börsenbrief<< sowie>>Musterdepot II<<.
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